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LRS-Konzept

„Systemische Lerntherapie“

Im Folgenden können Sie sich näher über mein Konzept informieren. Am Ende des Textes finden Sie Literaturhinweise und Links. Einen Überblick allgemein über LRS-Förderansätze ("LRS-Therapieführer") finden sie hier als kostenlosen Download.

Systemische Lerntherapie bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten (LRS/Legasthenie) und allgemeinen Lern- und Leistungsstörungen

Lernschwierigkeiten, Lese-Rechtschreibschwierigkeiten/Legasthenie bzw. Lernstörungen können sehr vielfältige Ursachen und Hintergründe haben. Meistens haben sich vermehrtes Anstrengen und Üben, Förderunterricht oder Nachhilfe bereits als nicht erfolgreich herausgestellt und die Schwierigkeiten verfestigen sich immer mehr. Frustration und Enttäuschung machen sich sowohl beim Kind bzw. Jugendlichen also auch bei Lehrern und Eltern breit. Um nachhaltige Verbesserungen und Veränderungen zu erzielen, kann eine Lerntherapie sinnvoll sein.

Um den vielfältigen Ursachen und Erscheinungsformen von Lernschwierigkeiten gerecht werden zu können und sowohl das Lernen selbst aber auch die Persönlichkeit des Lernenden angemessen zu berücksichtigen, bietet es sich an, die Arbeit in der Lerntherapie mit Hilfe des vierstufigen Handlungsmodell nach Metzger (2008) zu beschreiben.

Lernschwierigkeiten sind in ihrer Ausprägung und Verursachung sehr verschieden. Die Beachtung aller 4 Stufen bietet die Möglichkeit, nachhaltige und tiefgreifende Veränderungen zu erreichen. Durch die Berücksichtigung dieser 4 Stufen in der lerntherapeutischen Arbeit kommt es nicht zu einer bloßen Anhäufung von neuem Wissen wie etwa die Regeln für die Großschreibung, welche dann zumeist nur teilweise beim Lesen und Schreiben in der Schule angewendet werden. Durch die Beachtung dieser 4 Stufen, vor allem durch die Arbeit auf den Stufen 2, 3 und 4 wird den Schwierigkeiten nachhaltig auf den Grund gegangen und der Weg für tiefgreifenden Veränderungen und Entwicklungen wird geebnet.


Das „Systemische“ in der Lerntherapie

„Systemisch“ steht für eine bestimmte Art zu denken und zu handeln:

Systemische Beratung, Therapie und Supervision sind eigenständige, wissenschaftlich anerkannte Verfahren.


Was bedeutet der Begriff „Systemisch“ in Bezug auf die vier Stufen der Lerntherapie nach Metzger?

Stufe 1 – systemisch gesehen
Auf Stufe 1 geht es um die Erarbeitung von konkreten Lerninhalten. Hierzu wird in der systemischen Lerntherapie auf Prinzipien der Systemischen Pädagogik zurückgegriffen. Die Lerninhalte werden mit Hilfe von systemischen Methoden erarbeiten. Das heißt, dass die Bedeutung des Lerninhaltes für das eigene Leben in Vordergrund gerückt wird. Es wird versucht, mit dem Kind, Jugendlichen oder Erwachsenen einen individuellen und persönlichen Zugang zu den Lerninhalten zu finden. Hier wird sehr handlungsorientiert und kreativ gearbeitet und ein entdeckendes Lernen ermöglicht. Das Kind, der Jugendliche oder Erwachsene wird selber sehr viel aktiver in den Lernprozess und in die Auseinandersetzung mit den Lerninhalten eingebunden, als es etwa bei reinen Trainingsprogrammen zur Rechtschreibung der Fall ist. Dies führt dazu, dass der Schüler (wieder) eigenständig seinen Lernprozess steuern kann.

Stufe 2 – systemisch gesehen
Bei verfestigten Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben haben sich zumeist bei dem Betreffenden selber, aber auch bei den Mitgliedern des sozialen Umfeldes bestimmte negative Gefühle, Haltungen und Einstellungen den Schwierigkeiten gegenüber ausgebildet. Wie weiter oben schon thematisiert, sind dies meist Gefühle der Ohnmacht, der Hoffnungslosigkeit, der Resignation oder der Angst. Das Fühlen und Erleben soll auf dieser Stufe wahrgenommen und wenn möglich, verflüssigt werden. Hierzu eignen sich besonders Fragetechniken aus der Systemischen Beratung. Die Wunderfrage oder zirkuläres Fragen können hier für das Klientensystem relevante Informationen hervorbringen. Dies dient der Wahrnehmung, der eigenen „Konstruktionen“, also der eigenen Gedanken und Einstellungen den Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben gegenüber. Über die Wahrnehmung der eigenen Gedanken und Haltungen werden diese für Veränderungen zugänglich.

Stufe 3 – systemisch gesehen
Auf dieser Stufe geht es um Schwierigkeiten, die in der Persönlichkeitsstruktur des Kindes begründet liegen und die sich beispielhaft in den Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben äußern können. Konfliktvermeidungsstrategien oder eine nicht gelingende Ablösung von den Eltern werden aus systemischer Sicht als Muster betrachtet, die es wahrzunehmen und nach und nach zu verändern gilt. Auf dieser Stufe kommen zentrale systemische Methoden und Techniken wie etwa die Genogrammerstellung zur noch genaueren Diagnostik, die Identifizierung von Mustern und die kunden-, lösungs- und ressourcenorientierte Bearbeitung der Muster zum Einsatz. Von besonderer Bedeutung ist auf dieser Stufe auch die Beziehung zur Therapeutin.

Stufe 4 – systemisch gesehen
Diese Stufe ist bereits in dem Modell von Metzger rein systemisch orientiert.

 

Literatur und Informationen zu LRS/Legasthenie und Förderkonzepten


Hilfreiche Links: